Donnerstag, 26. Dezember 2013

Sightseeing Japan: Hamarikyū Park

Im letzten Beitrag ging es um das Pokémon Center in Tokyo, als Symbol für das moderne Tokyo. Heute geht es um ein Überbleibsel aus dem alten Edo (also Tokyo), dass gleich um die Ecke des Pokémon Centers liegt: Der Hamarikyūonshiteien. 

Für alle Japanischlerner hier eine Übersetzung von hinten nach vorne: Während koen ein normaler öffentlicher Park ist bedeutet teien Zier- bzw. Landschaftsgarten. Hier steht also die Gärtnerkunst im Vordergrund. Onshi ist eine kaiserliche Schenkung und rikyū ist ein Sommerpalast bzw. eine Nebenresidenz.  Hama ist ein Familienname, aber interessanterweise bedeutet er auch im damaligen Japanisch Strand bzw. Flussufer. Weshalb das erwähnenswert ist wird weiter unten klar. 


Wenn wir  alles zusammen setzen bedeutet also Hamarikyūonshiteien
Kaiserlicher Ziergarten des Hama Sommerpalasts. 

Und weil wir Ausländer das lange Wort meist nicht verstehen und uns deshalb den Namen einfach nicht merken können wird er einfach abgekürzt:


Sightseeing Japan: Hamarikyū Park


Dieser Park liegt mitten in Tokyo, umgeben von Wolkenkratzern und DIREKT an der Bucht von Tokyo. Alle Gewässer (Wassergraben um den Park herum und die inneren Seen sind unmittelbar mit dem Meer verbunden. So sind auch hier die Gezeiten sichtbar. Etwas ganz Besonderes.

Der Weg zum Park führt einen zwangsläufig durch die vielen, vielen Wolkenkratzer und Menschenmassen. Ich habe mich ein wenig verfranst, dabei aber zwei tolle Dinge gefunden: Einen Glaskasten, in dem gerade eine Fernsehsendung live aufgenommen wurde und eine riesige Uhr, die einfach toll detailliert gearbeitet war und sich alle Stunde bewegt hat.





Endlich beim Park angekommen sah ich das erste Hochzeitspaar samt Fotografenteam. Sie waren sehr entspannt und warteten gerade auf einen Ersatzakku, ich gratulierte und wir kamen ins Gespräch.
Von Frischvermählten sollte ich später noch einige mehr sehen, denn der Park war zu dieser Jahreszeit DER Fotohotspot für Hochzeitspärchen. Fotos davon könnt ihr in meinem Beitrag Hochzeitsfieber in Japan sehen.

Am Eingang (der Eintritt kostet 500Yen) war eine liebe Dame, die ganz erstaunt war, dass ich allein durch Tokyo bummle. Sie gab mir einen Audioguide auf Englisch, eine Karte und Tipps, wo die schönsten Kirschblüten blühen, mit auf den Weg.  Auf der Karte war markiert wie ich laufen muss. 

Eingang
Ich stapfte also los, legte den einseitigen Kopfhörer an und genoss die Landschaft. Dann wollte ich beim ersten Punkt den Player starten, fand aber keinen Playknopf. Hatte ich etwa nicht gut zugehört? Nach wenigen Metern machte es PLING und eine nette Stimme erzählte mir etwas zu dem riesigen Baum, vor dem ich gerade stand. Das tolle Audiosystem geht ganz von allein an, wenn man in die Nähe von einem Punkt ist! Heißt: Man muss sich nicht an die Route halten. Wunderbar!!! =)


Noch dazu gibts zeitgleich auf dem Bildschirm Videos und Bilder, vorallem von der Landschaft damals zu Edozeiten. Ich war einfach glücklich und bummelte durch diese grüne Oase mitten in Tokyo.


Wunderschön, oder? Das Häuschen auf dem letzten Foto ist jetzt ein Teehaus. Dort kann man wunderbar grünen Tee trinken und Mochi essen. Dabei hat man einen tollen Blick auf den Garten (mit den Hochhäusern im Rücken).


Mir hat der Garten sehr gut gefallen. Wie findet ihr ihn?



Eure Kirschblütenfee

Kommentare:

  1. Hey!
    Frohe und Weihnachten und ein guten Rutsch für dich!
    Ich wollte dir eigentlich eine Karte schreiben aber hab irgendwie deinen brief verbummelt und hatte dann deine Adresse nicht mehr :/

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    1. Huhu! Kein Problem! Ich schicke dir gleich mal ne Nachricht. =)

      Liebste Grüße,
      Die Kirschblütenfee

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