Donnerstag, 18. April 2013

Ikebukuro Bosaikan

Dieser Beitrag passt einfach in keine Kategorie, denn weder Shopping, Essen&Trinken oder auch Sightseeing wird hier bedient. Und trotzdem muss unbedingt davon berichtet werden, weil es einfach SUPERTOLL ist:

Ikebukuro Bosaikan

Das Ikebukuro Bosaikan (wörtliche Übersetzung: Katastrophenschutzhaus) bezeichnet sich selbst als "Life safety learning center" und das sagt es eigentlich auch schon ziemlich treffend: Man lernt dort alles, was man wissen muss, um im (japanischen) Alltag sicher zu sein. Wie ihr gleich lesen werdet auch noch auf eine sehr amüsante Art und Weise. Ich war dort mit meiner Freundin Judith, die mich für ein paar Tage besuchen kam. Ihr kennt sie schon vom Kyoto Eintrag. =)


Die Fußmatte begrüßte uns direkt freundlich. Natürlich hat auch diese Einrichtung ein eigenes Maskottchen! Den netten Elefanten links. Die Eule gehört der angeschlossenen Feuerwehr. =)

Auch von einer freundlichen Mitarbeiterin wurden wir etwas verdutzt begrüßt. Was wir nicht wussten: Man kann nicht einfach durch eine Ausstellung schlendern, sondern man macht alles mit und wird mit einer Gruppe herum geführt. Wir haben verpasst: Wiederbelebung, Feuerlöschen (ja mit echten Feuerlöschern!), Leute aus Trümmern retten und Karten lesen (damit man immer weiß wo man gerade ist). Sehr schade! Aber das, was wir dann mitgemacht haben war schon allein super! 

 Die aktuelle Gruppe war also schon seit einer Stunde unterwegs. Egal, alles wird möglich gemacht. Wir wurden schnurschtracks zum Erdbebenareal gebracht, wo auf uns ein netter Lehrer mit Mikro und eine Gruppe von etwa 20 Männern mittleren Alters auf uns warteten.

Der Lehrer erklärte ausgiebig wie gefährlich Erdbeben sind und und und... Ich übersetzte für Judith, aber vieles ergab sich aus einem Video mit kleinen niedlichen Menschen. Dann ging es allerdings zur Sache: Immer zu viert oder zu fünft wurden nach und nach alle in ein offenes Erdbebenzimmer gesperrt, wo sie genau so wie vorher erklärt auf das Erdbeben reagieren sollen. 


Der Witz dabei: Nicht nur, dass die anderen einen genau beobachten, nein, es gibt vor allem verschiedene Erdbebenstufen, die durchgespielt werden. 
Nun ratet mal, was der Lehrer für die zwei deutschen Mädels aufgespart hat: Natürlich das große 9,0 Erdbeben. Als ob ich damals nicht schon genug davon hatte... Naja. Für Judith war es die erste Erdbebenerfahrung und ich glaube es war nicht unbedingt ihr Liebstes (korrigiere mich, wenn ich falsch liege!). Ich muss sagen, dass die Schwingungen und alles extrem realistisch waren. Nicht so wie auf dem Erdbebensofa im Science Center Bremen... ^^ Die Männer haben sich natürlich köstlich über die zwei quiekenden Mädels amüsiert. =) Hier mal ein kurzes Video der 7.0 Gruppe:


Danach kam das Rauchlabyrinth. Wieder eine lange Einführung über die Gefahren von Feuer und Rauch durch unseren Lehrer, natürlich inklusive supersüßem Video, dass alles nochmal überdeutlich zeigte. Und wieder ging es darum in Gruppen (beobachtet von 5 Kameras deren Bilder draußen die anderen Leute unterhalten) durch ein stockfinsteres und rauchiges Wohnungslabyrinth zu tapsen. Natürlich gaaanz dicht am Boden und mit Mundschutz. Wir zwei Mädels durften dann zusammen mit zwei nervös lächelnden Männern rein und was sagte unser Lehrer als Verabschiedung am Eingang der Wohnung? "2 Männer, 2 Frauen im Dunklen, na wenn da mal nichts passiert..." XD
Das Labyrith war erstaunlich einfach (ok, wir beiden haben uns auch einfach an die Männer geheftet... *g*) und die Stimmung war sehr gelockert, als wir raus kamen. Wer weiß, was der Lehrer noch alles erzählt hat... ;-)

Dann war die Führung beendet. Wie schon geschrieben ist es eigentlich viel umfangreicher, wie man hier an den Fotos sehen kann: http://www.tfd.metro.tokyo.jp/hp-ikbskan/ikeb-sisetu.htm   

Von den beschriebenen Trainings habe ich sonst keine Fotos, da ich es als sehr unhöflich empfunden hätte, dauernd meine Kamera zu zücken, wo wir ja sowieso schon zu spät waren. Aber nach der Führung haben wir noch ein paar gemacht und wie man sieht: Sogar hier gab es einen Playstation Spielautomaten. Japan eben...



Schnieke Uniformen

Playstation

Judith happy...

... und ich auch. =)
  
Also: Wenn ihr in der Nähe von Ikebukuro seit, geht zum Ikebukuro Bosaikan!!! Es kostet GAR NICHTS (was in Japan sehr selten ist) und macht richtig viel Spaß. Noch dazu lernt man was. Führungen gibts nur auf Japanisch, aber ich schwöre euch, dass ich das Grundlegendste auch so versteht. Ich bin begeistert und werde definitiv nochmal die komplette Tour mitmachen. 

Eure Kirschblütenfee



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