Montag, 15. April 2013

Hungrig durch Japan: Mochi, mochi, mochi!

Mochi ist eines DER Spezialitäten der japanischen Küche. Wir haben vor einer Weile Mochi selbst gemacht und hatten viel Spaß dabei (und knallrote Finger). Und weil wir am Ende sooooo viel verschiedene Mochisorten hatten heißt dieser Eintrag einfach nur:

Hungrig durch Japan: Mochi, mochi mochi!





Was ist Mochi?
Die deutsche Übersetzung sagt: Reiskuchen. Mit einem Kuchen hat das Ganze aber wirklich gar nichts zu tun... Mochi besteht aus Klebreis, der traditionell mit einem Holzhammer so lange geschlagen wird, bis er zu einer zähflüssigen, klebrigen Masse wird. Diese Masse kann auf unterschiedlichste Weise zubereitet werden. Wirklich ALLES ist möglich, wie ihr später sehen werdet...

Das Mochischlagen ist sehr schweißtreibend und in einer Küche (v.a. in einer japanischen Küche) mangels Platz nicht zu bewerkstelligen. So sieht es in professionell aus:


Weil das ganze so schweißtreibend ist, oh wundersames Technikland Japan, gibt es Maschinen die dies für einen tun. Merkwürdigerweise ist darin kein Hammer, sondern einfach eine Art Knethaken. Funktioniert aber einwandfrei. 


Wir wurden zum Mochi machen eingeladen von der lieben Madeleine (das ist ihr Hippo Name. Hippo was ist das? Klich mich!) und ihrem Mann. Zunächst kam also der Klebreis in das gelbe Monstrum, wo er etwa eine Stunde lang bearbeitet wurde.


Ich fand das sehr faszinierend und habe es deshalb für euch festgehalten. Und weil Videos einbinden bei mir nur über YouTube klappt gibt es jetzt einen KirschblütenWunderland Videokanal! =D


Vielleicht findet ihr es ja auch so interessant wie ich... =)

Nachdem der Klebreis zu einer EXTREM heißen, klebrigen und zähflüssigen Masse wurde kam diese auf eine eingemehlte Holzplatte.


Und dann ging die Sauerei los: Der Tisch war vorausschauenderweise schon mit Papier ausgekleidet, aber der Boden bekam auch etwas ab. Mir wurde vorgemacht, wie man sich ein Stück der Mochimasse abtrennt und dann weiter zubereitet. Es sah ganz einfach aus, doch in dem Moment, als ich die Masse in meine Finger nahm wusste ich: Es wird kein Zuckerschlecken! Ich hätte heulen können, es war, als ob man brühend heißes Wasser über die Finger bekommt, das einfach nicht mehr abgeht. Die Masse klebt sich sofort an die Finger, welche augenblicklich knallrot werden und dick pochend schmerzen. Meine Gastmama hatte da nur ein Lächeln über: Die geübten Hausfrauenhände haben soviel Hornhaut, dass man die Hitze gar nicht mehr spürt. ^^

Wir hatten alle möglichen Dinge da, um den Mochiteig zu verfeinern. Z.B. Kinnakopulver, geriebener Daikon (Rettich), Sojasauce, Anko (rote Bohnen gestampft) und jetzt kommts: gekloppte Chips! 
 Ja, ich durfte 10 Minuten mit einem Knüppel wie blöd auf eine Chipstüte einschlagen. Das hat Spaß gemacht! =D Vom Geschmack war ich ja nicht so ganz überzeugt, aber ich kann jetzt schon enthüllen, dass jede einzelne Mochivariante am Ende SUPERLECKER war! =)

Mein Gastbruder Tatsuro und Madeleine.


Chipsmochi!

Meine Gastmama bei der Arbeit.
Daikonmochi!

Mochi, mochi!
Und hier nochmal alle Sorten hübsch drappiert:


Ich fange mal bei 12 Uhr (also oben) an und gehe dann im Uhrzeigersinn weiter. Auf 12 Uhr ist das Chipsmochi. Innen dickflüssiges Mochi, außen knusprige Zwiebelchips: Leckerer als man denkt! Daneben: Mochi mit Anko in der Mitte. Der Klassiker. Unverbesserlich. Darunter: Die simple Variante. Mochi in Anko gewälzt. Links daneben: Daikonmochi. Etwas säuerlich im Geschmack und bestimmt an heißen Sommertagen super. Darüber: Kinnakomochi. Ein Pulver aus Sojabohnen und in Verbindung mit Mochi auch ganz traditionell. Mjam. ^^ Und last but not least: Mochi in Sojasauce gewälzt und dann mit einem Noriblatt umwickelt. Mein Favorit!

Der Tisch war voll mit all den Leckereien plus Salat und meine mitgebrachten Avocadomaki:


 Und da Mochi IRRE satt macht, fühlte ich mich auch schnell wie ein Mochi: Kugelrund. Nach dem Tag dachte ich, dass ich eine ganze Weile mehr kein Mochi essen kann, aber nein, es ist einfach zu lecker! Wir hatten noch so viel Mochiteig über, dass wir etwas mitgenommen und eingefroren haben. Davon habe ich mir heute zum Mittagessen drei Stück in den Ofen geschoben und dann auf meine Lieblingsweise zubereitet: Mit Sojasauce und Nori. =)


Es grüßt euch mit vollem Magen,
Eure Kirschblütenfee

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