Mittwoch, 13. März 2013

Sightseeing Japan: Asakusa

Ein Beitrag über das Viertel Asakusa, inklusive Senso-ji Tempel, Kappabashi und zu guter letzt noch Purikura! =)

Asakusa

Letzten Samstag war ich mit meiner Freundin Nobuko ein letztes Mal unterwegs, da sie nun für einen Sprachkurs nach Berlin reist. Wir wollten eigentlich auf den Tokyo Skytree, das zweithöchste Gebäude der Welt und das neue Wahrzeichen Tokyos. So sieht er aus:










(http://superfuture.com/sf/image/asset/00021276/image/4fbf505a9f09b.jpg)(http://www.tokyoarchitecture.info/TAI/Images/Buildings/Tokyo/200801/TokyoSkyTree-a00.jpg)

Er ist nah zum Viertel Asakusa, den größten buddhistischen Tempel Tokios beherbergt: Den Senso-ji. Aber dazu später mehr. Der Tokyo Skytree wurde an diesem Tag leider nichts. Er ist erst seit einem halben Jahr geöffnet und vor allem am Wochenende muss man ohne Reserverierung mehrere Stunden warten. Die Zeit haben wir viel besser genutzt! =D (und die Sicht war an diesem Tag ohnehin nicht sehr gut)

Wir sind also wieder von Shibuya aus mit der U-Bahn ziemlich weit gefahren. Bis zur Endhaltestelle Asakusa. Man kam aus dem Bahnhof und wurde direkt von Touristen und Touristenjägern (also Leute, die den Touristen etwas verkaufen wollen) erschlagen. Man konnte z.B. in einer Rikscha fahren und wurde auch direkt auf englisch aufgefordert einzusteigen. Einfach schnell dran vorbei...

Diese Touristenhotspots mag ich eigentlich gar nicht. Viel zu voll und westernisiert. Asakusa aber hat mich voll überzeugt. Ein schönes Viertel. Um zum Senso-ji zu (dem großen buddhistischen Tempel) zu kommen geht man durch ein Tor und dort sind erst einmal VIELE Buden mit jedem erdenklichen Souvenir. 




Ob Essen, Handyanhänger oder Kimono "Made in China". Aber auch selbst gefertigte Kanzashi, der traditionelle Haarschmuck der Maikos (Trainingsgeisha) habe ich gefunden. Er war wunderschön und ich möchte mir irgendwann einen zulegen, aber 80€ war mir dann doch zu viel. Da suche ich mir lieber einen kleinen Laden abseits der Tourismuspfade... =)

Ein Stand hat mir besonders gefallen: Man konnte zusehen, wie kleine Teigteile mit Ankofüllung (Anko: rote Bohnen) hergestellt wurden. Ein Mann saß im Schneidersitz vor heißen Kohlen und befüllt die Pfannen, drehte die anderen um und holte die fertigen Teile aus den Pfannen heraus. Dies alles ohne Hetze und dennoch war jedes Teigfigürchen perfekt.

  
Endlich beim Schrein angekommen war ich wirklich beeindruckt von dem Bauwerk. Man sieht sofort, dass es ein buddhistischer Tempel ist, da viel rot und gold verwendet wurde. Shinto Schreine sind schlichter gehalten und bestehen meist aus unbemaltem Holz. Der Senso-ji prunkte also wahrlich.



 Beim Weihrauchtopf fächert man sich Rauch zum Kopf und danach wäscht man sich die Hände. Nun ist man bereit den Tempel zu betreten.




Drinnen kann man dann eine 5Yen Münze in einen Holzkasten (der hier dank der vielen Besucher RIESIG ist) werfen und sich etwas wünschen.


Danach verabschiedeten wir uns schnell vom Trubel und wanderten durch kleine verwinkelte Straßen. Überall waren kleine Kneipen und Touristen sah man kaum noch. Die Kneipen waren so klein, dass die Leute eng an den Laden gekleppt draußen saßen. Meist mit Plastikwänden.


Wir hatten zudem großes Glück: Ich schaute mir gerade schlimm-grelle Neonblumen an einer Wand an, als die Tür des Hauses aufging und viele Menschen heraus kamen. Es war ein kleines Theater und die Besucher (60+) wurden von den Schauspielern höflich verabschiedet. Ich fragte einen Schauspieler, ob ich ein Foto von ihm machen dürfte und schon stand ich neben ihm, wusste mal wieder nicht wie ich gucken soll (denn ich stehe viel lieber hinter der Kamera). Man beachte seine schnieken Hauspuschen! =)





 












Und dann habe ich noch Kirschblüten-Gullideckel gesehen! *schwärm*


Weiter gings nach Kappabashi. Die Kappabashi-dori (dori: Straße) ist ein Mekka für professionelle Köche. Dort gibt es wirklich ALLES was man braucht und nicht braucht in der Küche. Läden voller Messer, Steingutschüsseln, Verpackungsmaterial und senpuru (sample --> sample food: Beispielessen aus Plastik). Dazu wird es einen eigenen Beitrag geben. Denn unechtes Essen ist ja die Spezialität der Kirschblütenfee und deshalb hat sie die senpuru ganz genau unter die Lupe genommen. 




Dann taten uns die Füße weh und wir sind zurück nach Shibuya gefahren. Dort blieb uns noch eine Sache zu tun, die wir schon lange vor hatten: Purikura! Was ist Purikura??? Kurz gesagt: Ein Fotoapparat. Allerdings auf japanisch. Ich fange von vorne an. Wir sind in ein Geschäft gegangen, dass nur aus diesen Purikura Automaten bestand! 


Überall aufgehübsche Mädels und jeder Automat hatte ein andere Design und spezielle Effekte. Die japanischen Mädchen lieben ja große Augen. Kein Problem! Mit der speziellen Funktion macht der Apparat die Augen schön groß. Wir hatten (glaube ich) ich einen schlichten. Nach dem Anstehen ging es in die Fotokabine, die ziemlich viel Platz hatte. 400Yen rein und los gings. Im Schnelldurchgang musste man posieren und das Problem dabei war, dass ich einerseits zu groß für die Kameraeinstellung war und mich deswegen immer irgendwie zusammenkrümmen musste und zweitens brauchte ich erst einmal kurz um zu verstehen, dass ein Foto nach dem anderen geschossen wird und man es nicht nochmal probieren kann. Nach unserem Expressshooting wanderten wir eine Kabine weiter: Fotos bearbeiten. Jeder hatte einen Stift und musste auf einem Bildschirm die Fotos mit Stempeln und Bildchen verschönern und dann auch noch etwas drauf schreiben. Ich ließ mir Zeit und auf einmal: Noch 10 Sekunden!!! HILFE! Schnell ganz viele Herzchen irgendwo hinstempeln! Dann schnell zum Ausgabeschalter, wo man in der Wartezeit Memory spielen konnte. Die fertigen Purikura Fotostreifen (für jeden gab es einen) sehen nun so aus:


 Ich muss definitiv noch üben. Esaber sehr viel Spaß gemacht! =D Und unsere Maid Café Gedächtnispfote ist auch dabei: Nyang Nyang!

Eure Kirschblütenfee 


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